Fragen und Antworten zur inhalativen Therapie

Muss ich auch nachts inhalieren?

Die positiven Studienergebnisse zur Wirksamkeit von Iloprost wurden unter Einhaltung der Nachtruhe erzielt. Es ist also nicht nötig, auch nachts zu inhalieren. Für Patienten mit höherem Inhalationsbedarf kann es sinnvoll sein, direkt vor dem Schlafengehen und gleich morgens nach dem Aufstehen zu inhalieren.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Therapiebeginn?

Wie bei den anderen Behandlungen gibt es auch für die inhalative Therapie keine Erfahrungen mit der Behandlung von Patienten, bei denen noch keine oder nur leichte Anzeichen der Erkrankung vorliegen.

Die positiven Therapieerfahrungen beziehen sich auf die Behandlung von Pa¬tienten, bei denen bereits eine deutliche Erhöhung des Lungenhochdrucks vorliegt und die über Anzeichen der Erkrankung bereits bei leichter körperlicher Belastung klagen (NYHA Klasse III).

Den für Sie sinnvollsten Zeitpunkt zum Beginn der Therapie sollte ein in der Behandlung der pulmonalen Hypertonie erfahrener Arzt festlegen.

Welche Nebenwirkungen gibt es?

Jeder Patient reagiert anders auf eine Therapie. Gerade wenn eine neue Therapie begonnen wird, ist deshalb der enge Kontakt mit dem erfahrenen Arzt sinnvoll.

Grundsätzlich hat die inhalative Therapie den Vorteil der bevorzugten Wirkung an der Lunge und ist somit gut verträglich.

Mögliche Nebenwirkungen treten in erster Linie durch die blutgefäßerweiternde Wirkung des Medikaments oder als Reaktion auf die Inhalation auf (z. B. Husten).

Treten diese Nebenwirkungen bei Ihnen auf, wird Ihr Arzt die korrekte Handhabung der Inhalation überprüfen und ggf. die Dosis verändern.

Kurzzeitige Ohnmachtsanfälle (Synkopen) können als Zeichen der pulmonalen Hypertonie auch unter der inhalativen Therapie auftreten. Da es sich um ein ernstes Zeichen handelt, sollte stets der behandelnde Arzt informiert werden.

Bei weiteren Fragen und für weiterführende Informationen, die nicht in dieser Broschüre berücksichtigt wurden, beachten Sie bitte die Packungsbeilage bzw. fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche körperliche Aktivität ist im Alltag möglich?

Um Überlastungen des Herz-Kreislauf-Systems zu vermeiden, wird bei pulmonaler Hypertonie allgemein körperliche Schonung empfohlen.

Insbesondere eine plötzliche, hohe körperliche Belastung wie schnelles Laufen oder Treppensteigen sollte vermieden werden. Grundsätzlich sollte man Atemnot als Warnsignal der körperlichen Überlastung ansehen und vermeiden.

Bewegungslosigkeit würde jedoch dazu führen, dass Muskulatur und Organismus geschwächt werden. Gezieltes Training einzelner kleiner Muskelgruppen, Dehnungs- und spezielle Kräftigungsübungen können bei mit pulmonaler Hypertonie erfahrenen Krankengymnasten erlernt werden und das Wohlbefinden verbessern.

Grundsätzlich richtet sich die körperliche Belastbarkeit nach dem Gesundheitszustand des Patienten unter der Therapie.